Dr. Roman Straßl
Als Orthopäde befasse ich mich mit der Abklärung und Behandlung (konservativ und operativ) sämtlicher Beschwerden des Bewegungsapparates.
Operative Schwerpunkte: Künstlicher Gelenksersatz Hüfte, Knie, Daumensattelgelenk sowie Handchirurgie.
Die Wahrnehmung von Schmerzen entspricht nicht immer der anatomischen Realität.
Viele Betroffene beschreiben Hüftschmerzen in Bereichen, die anatomisch eigentlich nicht direkt zur Hüfte gehören. Häufig wird die Hüfte beispielsweise weiter außen oder weiter unten am Bein lokalisiert.
Solche Beschreibungen sind im Gespräch mit Patientinnen und Patienten sehr wertvoll, müssen jedoch immer mit der klinischen Untersuchung abgeglichen werden.
Erst durch diese Kombination aus Gespräch und Untersuchung lässt sich herausfinden, welche Struktur tatsächlich für die Beschwerden verantwortlich ist.
🎧 Mehr spannende orthopädische Themen im Podcast
„Gelenksache – der Orthopädie Podcast“ auf Spotify.
Kribbeln in den Fingern ist ein sehr häufiges Symptom – und die Ursache muss nicht immer direkt in der Hand liegen.
Beim bekannten Karpaltunnelsyndrom wird der Mittelnerv im Bereich des Handgelenks eingeengt. Nervenirritationen können aber auch weiter oben entstehen, zum Beispiel am Ellbogen oder bereits beim Austritt aus der Halswirbelsäule.
Ein wichtiger Hinweis ist deshalb, wann das Kribbeln auftritt: nur nachts, beim Radfahren, bei bestimmten Bewegungen oder vielleicht auch ganz unabhängig von Belastung.
Durch eine genaue orthopädische Untersuchung lässt sich häufig schon gut eingrenzen, wo der Nerv gereizt wird. Ergänzend kann eine neurologische Untersuchung mit Messung der Nervenleitgeschwindigkeit sinnvoll sein.
Wenn Kribbeln oder Taubheitsgefühle immer wieder auftreten, kann gerne ein Termin zur Abklärung in meiner Ordination vereinbart werden.
Wann muss ein Karpaltunnelsyndrom operiert werden? ✋
Beim Karpaltunnelsyndrom wird der sogenannte Mittelnerv im Bereich des Handgelenks eingeengt. Dieser Nerv ist unter anderem für das Gefühl der ersten drei Finger und für wichtige Funktionen des Daumens zuständig.
Typische Beschwerden können nächtliches Kribbeln, eingeschlafene Finger oder im weiteren Verlauf auch ein Schwächegefühl im Daumen sein. Wie behandelt wird, hängt dabei stark vom jeweiligen Schweregrad ab.
Nicht jedes Karpaltunnelsyndrom muss sofort operiert werden. Wenn die Beschwerden jedoch stärker werden oder bereits motorische Einschränkungen auftreten, sollte die Situation genauer beurteilt werden.
Wer solche Beschwerden bemerkt und wissen möchte, ob eine konservative Behandlung noch ausreicht oder eine Operation sinnvoll ist, kann gerne einen Termin in meiner Praxis vereinbaren. Gemeinsam klären wir, welcher nächste Schritt medizinisch sinnvoll ist.
Warum spricht man bei Arthrose eigentlich von einer Entzündung? 🦵
Arthrose ist grundsätzlich eine Verschleißerkrankung des Gelenkknorpels. Wird dieser Prozess jedoch aktiv, kann dadurch auch eine Entzündungsreaktion im Gelenk entstehen.
Durch den Abbau des Knorpels wird das körpereigene Entzündungssystem aktiviert. Dabei werden unter anderem Stoffe freigesetzt, die Abbauprodukte beseitigen sollen – gleichzeitig können diese Prozesse aber auch Beschwerden verursachen.
Typische Zeichen sind Schmerzen, eine Überwärmung des Gelenks oder eine vermehrte Flüssigkeitsansammlung.
Arthrose bedeutet also nicht nur „Abnutzung“. Gerade in entzündlich aktiven Phasen können die Beschwerden deutlich stärker werden.
Wenn ein Gelenk plötzlich schmerzhafter, wärmer oder geschwollen ist, sollte genauer abgeklärt werden, was dahintersteckt. Gerne schaue ich mir das in meiner Praxis gemeinsam mit euch an.
Warum passen Schmerzen und MRT-Befund manchmal nicht zusammen? 🩻
Ein MRT kann wichtige Hinweise liefern – aber es zeigt nicht automatisch, woher die Beschwerden tatsächlich kommen.
Gerade wenn eine MRT-Untersuchung schon vor dem Termin beim Facharzt gemacht wurde, kann es vorkommen, dass der Befund nicht eindeutig zu den Schmerzen passt.
Für eine genaue Beurteilung braucht es deshalb immer das Gesamtbild: die Beschwerden, eine körperliche Untersuchung und – wenn notwendig – die passende Bildgebung.
Entscheidend ist außerdem eine möglichst genaue Fragestellung für die Untersuchung. Nur so lässt sich besser beurteilen, welche Veränderung tatsächlich für die Schmerzen verantwortlich sein könnte.
Ein MRT-Befund allein ist also noch keine Diagnose.
Wenn Beschwerden und vorhandene Bilder nicht so recht zusammenpassen, schaue ich mir gerne beides gemeinsam in meiner Praxis genauer an.
Kann man mit einer Knieprothese eigentlich noch knien? 🦵
Grundsätzlich: Ja. Die Kniescheibe kann sich auch nach dem Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks auf der neuen Metallgleitfläche bewegen.
Was allerdings häufig unangenehm wird, ist längerer direkter Druck auf das Knie – vor allem beim Knien auf hartem Untergrund. Das kann ein unangenehmes Gefühl verursachen oder sogar schmerzhaft sein.
Deshalb gilt: Knien ist mit einer Knieprothese nicht grundsätzlich ausgeschlossen, längeres Knien auf hartem Boden wird jedoch eher nicht empfohlen.
Habt ihr Fragen zum Leben mit einem künstlichen Kniegelenk? Schreibt sie gerne in die Kommentare.
Teilprothese oder Vollprothese – was ist beim Knie die richtige Wahl?
Entscheidend ist, welche Bereiche des Kniegelenks von Arthrose betroffen sind. Sind der innere, der äußere und auch der Bereich hinter der Kniescheibe bereits deutlich abgenutzt, ist meist eine komplette Knieprothese notwendig. Dabei werden alle betroffenen Gleitflächen ersetzt.
Ist hingegen nur ein einzelner Gelenksbereich betroffen – zum Beispiel die Innenseite bei einer O-Bein-Fehlstellung – und sind die übrigen Bereiche sowie die Bänder noch gut erhalten, kann oft eine Teilprothese ausreichen.
Auch bei einer isolierten Arthrose hinter der Kniescheibe gibt es spezielle Teilprothesen.
Welche Versorgung sinnvoll ist, hängt also immer vom individuellen Abnutzungsmuster und der Stabilität des Kniegelenks ab.
Mehr dazu im Video 👆
Bei anhaltenden Kniebeschwerden oder Fragen zur passenden Prothese könnt ihr gerne einen Termin in meiner Ordination vereinbaren.
Was passiert, wenn sich eine Knieprothese nach vielen Jahren lockert?
Auch moderne Prothesen können sich nach vielen Jahren oder Jahrzehnten lockern. Dabei kann der Knochen unterhalb der Prothese nachgeben oder sich die Verbindung zwischen Implantat und Knochen zunehmend lösen.
In diesem Fall kann eine Wechseloperation notwendig werden. Dafür stehen uns heute moderne Revisionsprothesen zur Verfügung, mit denen sich auch entstandene Knochendefekte versorgen lassen. Längere Prothesenanteile – sogenannte Stems – leiten die Belastung gleichmäßiger in den Knochen weiter.
Bei stark eingeschränkter Bandstabilität können spezielle gekoppelte Prothesensysteme zusätzlich Stabilität übernehmen.
Welche Möglichkeiten es bei einer gelockerten Knieprothese gibt, erkläre ich euch im Video.
Bei Schmerzen oder Unsicherheiten rund um eine bestehende Knieprothese könnt ihr gerne einen Termin in meiner Ordination vereinbaren.
Wenn ein künstliches Hüftgelenk herausspringt, spricht man von einer Luxation.
Diese Komplikation ist heute deutlich seltener als noch vor 15 Jahren. Ein wichtiger Grund dafür sind moderne, minimalinvasive Operationszugänge: Die Muskulatur, die das Hüftgelenk stabilisiert, muss dabei nicht mehr abgelöst und anschließend wieder angenäht werden, sondern wird möglichst geschont.
Auch moderne Prothesensysteme mit größeren Hüftköpfen, passenden Inlays und einer exakten Positionierung der Implantate sorgen für mehr Stabilität und reduzieren das Risiko einer Luxation deutlich.
Mehr dazu im Video! 🦴
Bei Beschwerden oder Fragen rund um die Hüftprothese kann gerne ein Termin in meiner Ordination vereinbart werden.
Eine Überweisung ist nicht einfach nur ein Stück Papier 🩻
Damit eine radiologische Untersuchung wirklich weiterhilft, braucht es eine klare Fragestellung:
Wo liegen die Beschwerden? Welche Diagnose wird vermutet? Und worauf soll bei den Bildern besonders geachtet werden?
Denn ein MRT zeigt oft verschiedene Veränderungen – aber nicht alles, was auf den Bildern sichtbar ist, verursacht auch tatsächlich die Beschwerden. Ohne klinischen Zusammenhang kann schnell der auffälligste Befund in den Mittelpunkt rücken, obwohl für die Patientin oder den Patienten etwas ganz anderes entscheidend ist.
Die richtige Behandlung entsteht deshalb nicht allein anhand eines MRT-Befunds. Sie ergibt sich aus Beschwerden, Untersuchung, Bildgebung und dem gemeinsamen Gespräch über die möglichen Therapieoptionen – und eine Operation steht dabei nicht automatisch an erster Stelle.
🎧 Mehr dazu gibt es in „Gelenksache – der Orthopädie-Podcast“. Jetzt die ganze Folge auf Spotify anhören!
Klicken Sie hier, um Ihren Gesponserten Eintrag zu erhalten.
Kategorie
Service kontaktieren
Telefon
Website
Adresse
Salzburg
5026
Öffnungszeiten
| Montag | 07:00 - 17:00 |
| Dienstag | 07:00 - 12:00 |
| Mittwoch | 07:00 - 17:00 |
| Donnerstag | 07:00 - 12:00 |
| Freitag | 07:00 - 13:00 |
Benachrichtigungen
Erfahren Sie als Erste/r von Neuigkeiten und Aktionen: Wir schicken Ihnen eine E-Mail, wenn Dr. Roman Straßl etwas veröffentlicht. Ihre E-Mail-Adresse wird für keinen anderen Zweck verwendet, und Sie können sich jederzeit abmelden.