Doofer Krebs by Andrea
Ich bin Andrea , 62 Jahre mit der Diagnose Lympgdrüsenkrebs
19/11/2023
Meine Allererste Chemo war der Horror , ich wollte nur noch sterben .
Am ersten Tag gab es die Immuntherapie , am nächsten Tag war dann die große Chemo .
Wie gesagt - ich wollte sterben .
Absolut kaputt ,müde und fix und fertig .
Keinen Hunger ,,Übelkeit und , und , und . ......
Aber davon habe ich mich nicht unterkriegen lassen .
Ich habe weitergemacht wie vorher , auch wenn ich mich jeden Tag gefühlt habe , als hätte ich einen Marathonlauf absolviert .
Die Chemo war alle 3 Wochen . Gott sei Dank hatte und habe ich Medikamente .
Vor allem gegen die Übelkeit .
Schlimm war die unbändige Müdigkeit , die Erschöpfung und Abgeschlagenheit .
Aber bloß nicht auf dem Sofa liegen bleiben , dann dreht sich der Kopf und Arbeit hilft auf andere Gedanken zu kommen und um sich abzulenken und etwas anderes zu sehen .
Nach ca 2 Monaten begannen meine Haare auszufallen . Zuerst nur einige , danach machte das Haare waschen keinen Spaß mehr .
Irgendwann sah ich auf dem Kopf aus wie ein zerrupftes Huhn .
Also kam der Rest gnadenlos ab .
Es gibt schlimmeres wie gar keine Haare .
Jetzt habe ich laufend auf dem Kopf gefroren , bin sogar mit Mütze zu Bett . .
Das war im März .
Wie gesagt , ich habe weiter gemacht wie vorher und meine Familie , Freunde und Bekannten haben mich sehr unterstützt .
Mit dem Essen hatte und habe ich Probleme , obwohl ich rasenden Hunger hatte , wollte und konnte ich kaum etwas essen.
Ich esse eher weil ich etwas Essen muss .
Versuche allerdings nach dem Appetit zu essen .
Nicht unerwähnt möchte ich sagen , daß die Chemo den Körper völlig verändert , den Schlaf , trotz Schlaftabletten manchmal nur höchstens 5-6 Stunden , oder weniger geschlafen . Oft aufgewacht .
Extremes Hautjucken , trotz ständigem Eincremen .
Und die Konzentration läßt nach .
Ich habe immer sehr gern gelesen , aber kurz nach Beginn der Chemo konnte ich nicht mehr lesen , ich hatte absolut kein Interesse mehr daran . Das ist bis heute auch geblieben . Ich kann mich schlecht konzentrieren .
Leider .
Ab Mitte Juni bekam ich dann nur noch die Immuntherapie und die große Chemo war zu Ende .
Ein Vorteil als Chemopatient ist es auch, ganz schnell einen Arzttermin zu bekommen .
Sowie einen 100% Schwerbehindertenausweis und eine Gebührenbefreiung von der Krankenkasse.
Weil man viele Medies bekommt und ziemlich viel Eigenanteil an der Chemo mit bezahlen muss .
Im Juli fingen die Haare auch wieder an zu wachsen , doch ist es ist im Sommer doof immer mit Mütze rumzulaufen .
Irgendwann war es mir zu warm mit Mütze , also 50ger Sonnencreme auf den Kopf und blank los .
Ich muss sagen , nur die Kinder haben doof geguckt.
Und alles immer mit Maske .
Etwas anstrengend , aber was soll man machen ?
Ich habe immer einen Platz im Bus angeboten bekommen und habe mich sehr darüber gefreut .
8 Tage vor der großen Chemo bekam ich dann noch Corona , da hatte ich schon Bammel , auch wegen der Chemo und ich hatte keine Abwehrkräfte mehr , meine Immunabwehr war auf 0 .
Aber ,Gott sei Dank hat es mich nicht so doll erwischt , nur Husten und eine laufende Nase .
2 Tage vor Beginn der Chemo war ich Coronafrei . Da war ich echt glücklich .
Alle 2 Monate hatte ich ein CT und jetzt auch noch .
Die Tumore gehen zurück .
Allerdings habe ich einen besonders bösartigen Lymphdrüsenkrebs erwischt , der auch nach einiger Zeit immer gerne wieder Hallo sagt , hier bin ich wieder .
So bekomme ich die Chemo noch bis mindestens Ende Dezember 2024 .
Eine lange Zeit , aber was soll ich machen .
Ich möchte schon noch etwas leben und meine Enkel aufwachsen sehen .
Im September sind wir dann in den Urlaub in die Türkei geflogen . Nur hatte ich durch die Chemo Probleme mit der Hitze und musste die Sonne meiden und mich oft eincremen .
Aber ich bin trotzdem braun geworden .
Und der Urlaub und die Abwechslung tat mir ausgesprochen gut .
Jetzt ist November und die Weihnachtszeit naht , ich freu mich auf die Feiertage mit der Familie .
Auch wenn ich mittlerweile alles satt habe und es hasse krank zu sein , Blicke ich doch positiv in die Zukunft , es kann nur irgendwann besser werden .
Hoffe ich wenigstens .
Ich melde mich wieder
22/12/2022
Hallo , mein Name ist Andrea , ich bin 62 Jahre Jung .
Nach einem Ärztemarathon steht nun fest das ich Lymphdrüsenkrebs habe .
Am 02.01.23 habe ich eine Biopsie um festzustellen um welche Art es sich handelt .
Vor etwa 3 Monaten habe ich einen Kirschgroßen Knoten in der Leiste gespürt und es natürlich erst mal ignoriert .
Irgendwann dachte ich , nun gut , gehste mal zum Doc .
Sofort zum CT geschickt und eine Woche später ein zweites mal.
Damit der ganze Körper vom Hals bis Unterleib gescannt wird .
Ich habe überall im Körper Knoten .
Sofort Termin im Krebszentrum im UKE vereinbart . Und dann eine Ärztemarathon , bis hin zur Chirurgie .
Und den Biopsie Termin vereinbart.
Heute war ich bei meinem neuen Onkologen und habe den Fahrplan besprochen .
Wir hatten ein langes Gespräch .
Am 06.01 .23 bekomme ich einen Port gelegt , wo ich dann meine Chemo reinbekomme.
Irgendwann soll ich auch noch Knochenmark entnommen bekommen .
Am 12.01.23 bekomme ich dann meine erste Chemo , denn bis dahin sind die Biopsie Ergebnisse fertig .
Das einzig Positive -- ich darf für die Fahrt von -und zur Chemo ein Taxi benutzen .
Das bezahlt die Krankenkasse .
Es geht mir zur Zeit gut , ich habe nur festgestellt , daß ich sehr schnell müde werde .
Ich lass mich von diesem blöden Krebs nicht unterkriegen , ich werde kämpfen .
Doofer Krebs by Andrea Ich bin Andrea , 62 Jahre mit der Diagnose Lympgdrüsenkrebs
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