Martina Ingrosso Seelenzeit
Begegne dir selbst und du bist frei. Nicht das Wie verändert dein Leben. Sondern das Was.
22/09/2026
Am Sonntag war es wieder so weit: Aufstellungsarbeit in Viersen.
Und diesmal begegnete uns ein echter Schmollmops.
Bei einer Aufstellung schien zunächst alles völlig fein zu sein. Fast so, als gäbe es eigentlich gar nichts zu sehen.
Aber es gibt einen Grund, warum ein Mensch mit einem Anliegen in eine Aufstellung kommt.
Und manchmal liegt genau dort etwas, wo wir selbst es nicht mehr sehen können: in einem blinden Fleck.
Eine Stellvertreterin stand da, verschränkt, zurückgezogen, irgendwie so, als wolle sie mit der ganzen Sache nichts zu tun haben.
Bis eine Teilnehmerin irgendwann sagte:
„Du bist ja wie so ein Schmollmops.“
Wir mussten alle lachen.
Und ja – bei meinen Aufstellungen wird nicht nur geweint und tief gefühlt. Wir lachen auch. Ziemlich viel sogar.
Doch hinter diesem Schmollmops steckte etwas sehr Echtes.
Nach und nach zeigte sich eine Situation aus dem familiären Umfeld, die einige Jahre zurücklag und etwas im System zum Stillstand gebracht hatte.
Unbewusst.
Nicht sofort greifbar.
Aber noch immer wirksam.
Als ich später mit der Klientin darüber sprach, brauchte sie einen Moment. Und dann war plötzlich klar, worauf die Aufstellung gezeigt hatte.
Was mich an solchen Momenten immer wieder berührt, ist diese unglaubliche Punktgenauigkeit.
Menschen, die die Geschichte nicht kennen, benennen Dinge, reagieren auf etwas oder sprechen Sätze aus – und plötzlich bekommt etwas Unsichtbares eine Sprache.
Und irgendwann fiel in dieser Aufstellung ein Wort:
Selbstvertrauen.
Ein kleines Wort.
Und für mich war es plötzlich riesengroß.
Wir sprechen so viel über Selbstliebe.
Über Mut.
Über Kraft.
Über Manifestation und darüber, unseren eigenen Weg zu gehen.
Aber was passiert, wenn du all das irgendwo in dir trägst – und dir irgendwann das Vertrauen in dich selbst abhandengekommen ist?
Weil andere gesagt haben:
Mach das nicht.
Lass das.
Das kannst du nicht.
Das wird nichts.
Dieses eine Wort hat mich selbst mitten ins Herz getroffen.
Denn eine Aufstellung wirkt nicht nur für den Menschen, dessen Anliegen gerade im Raum steht.
Auch als Stellvertreter können uns Themen begegnen, die etwas mit uns machen. Und auch ich nehme als Aufstellerin immer wieder etwas aus diesen Tagen mit.
Diese Aufstellung hat auch in mir etwas bewegt.
Vielleicht ist genau das eine der Besonderheiten dieser Arbeit:
Wir kommen wegen eines bestimmten Anliegens – und manchmal begegnet uns etwas, von dem wir vorher gar nicht wussten, dass es gesehen werden möchte.
Und manchmal beginnt all das mit einem kleinen Schmollmops.
Der nächste Aufstellungstag findet am 31.10.26 in Viersen statt.
Wenn du einmal erleben möchtest, was Aufstellungsarbeit sichtbar machen kann, bist du herzlich willkommen.
Martina
04/09/2026
Manchmal zeigt sich in einer Aufstellung etwas, womit vorher niemand gerechnet hat.
Vor etwa einem Monat durfte ich eine Aufstellung in Abwesenheit für ein 10-jähriges Mädchen begleiten.
Sie litt unter starkem Waschzwang, Rückzug, Tagträumen und Schwierigkeiten beim Essen.
Schon zu Beginn entstand ein klares Bild:
Ein Teil von ihr schien noch nicht ganz im Leben angekommen zu sein.
Im Verlauf zeigte sich das Thema eines früh verlorenen Zwillings.
Ob solche Bilder tatsächlich mit den Ursachen von Symptomen zusammenhängen, lässt sich aus einer Aufstellung natürlich nicht ableiten.
Aber innerhalb dieser Arbeit entstand ein berührendes Bild: als würde ein Teil von ihr ihren Bruder nicht zurücklassen wollen, weil ihr eigenes Leben gleichzeitig Abschied bedeuten könnte.
Dann wurde spürbar:
DU DARFST LEBEN.
DU WIRST HIER GEBRAUCHT.
DU DARFST DEINEN WEG GEHEN.
Und sie wurde innerhalb der Aufstellung immer lebendiger.
Dann kam noch die Botschaft:
„IN 7 IST ES VORBEI.“
7 Tage? Wochen? Monate?
Nach sieben Tagen erzählte mir ihre Mutter von ersten Veränderungen.
Und jetzt, ungefähr einen Monat später:
Der Waschzwang habe deutlich nachgelassen.
Das Essen funktioniere viel besser.
Und ihre Mutter hat sogar wieder einen Kuss von ihrer Tochter bekommen. 🤍
Für mich sind solche Rückmeldungen eines der schönsten Geschenke meiner Arbeit.
Nicht, weil eine Aufstellung ein Heilversprechen ist oder medizinische bzw. therapeutische Begleitung ersetzt.
Sondern weil manchmal etwas sichtbar wird, wofür vorher keine Worte da waren.
Seit mehr als 10 Jahren begleite ich Menschen in Aufstellungen – und trotzdem gibt es Erfahrungen, die mich tief berühren.
Vielleicht spürst du gerade schon dein eigenes Thema.
Etwas, das sich wiederholt.
Etwas, das dich zurückhält.
Etwas, das gesehen werden möchte.
VIELLEICHT IST JETZT DER MOMENT, HINZUSCHAUEN.
Nächster Aufstellungstermin: 20.09.2026
Martina
30/08/2026
Gestern war mein 45. Geburtstag.
Und irgendwie war dieser Tag anders.
Ich hatte vorher Bedenken, weil ich diese Dynamik kenne:
Wie mache ich es, damit es für alle schön ist?
Ich folge meinem Herzen. Schon immer.
Nur habe ich dabei lange versucht, es allen recht zu machen.
Gestern nicht.
Gestern habe ich zugelassen.
26 Menschen.
Regen, Wind, Sonne, wieder Regen.
Wir waren nass.
Und es war vollkommen egal.
Jeder hat mitgebracht, was er gut kann.
Keine Perfektion.
Keine großen Erwartungen.
Nur:
Es wird, wie es wird.
Es ist, wie es ist.
Und es ist wundervoll.
Vielleicht ist genau das Flow.
Nicht alles im Griff zu haben.
Sondern aufzuhören, gegen das anzukämpfen, was gerade ist.
Mitgehen.
Öffnen.
Zulassen.
Vertrauen.
Und plötzlich fühlt es sich an, als würde das Leben antworten.
Heute sitze ich hier mit meiner neuen Tasse, höre einen Song der für mich geschrieben wurde und denke:
Wie reich bin ich eigentlich?
Reich an Menschen.
An Liebe.
An Begegnungen.
An diesem Leben.
Ich bin dankbar.
Beseelt.
Und sowas von im Game.
Liebe geht raus. ❤️
P.S.: Mein Geburtstags-Song heißt:
„Ich bin keine Prinzessin – ich bin eine Königin.“
Passender geht’s kaum. 👑
03/05/2026
Trauer ist nicht immer das, was wir denken.
Manchmal fühlt sie sich nicht wie Liebe an.
Sondern wie ein Duft,
den du dein ganzes Leben kanntest.
Am Anfang ist er überall.
So vertraut,
dass du ihn kaum hinterfragst.
Er gehört zu dir.
Zu deinem Alltag.
Zu deiner Geschichte.
Und irgendwann…
gehst du.
Du öffnest Fenster,
die du vorher nie geöffnet hast.
Du trittst aus Räumen,
die dich lange gehalten haben.
Und dann passiert etwas,
das schwer in Worte zu fassen ist:
Es wird leichter.
Weiter.
Freier.
Und genau das ist der Moment,
der so viele innerlich zerreißt.
Weil ein Teil von dir denkt:
„Darf ich das überhaupt fühlen?“
„Müsste ich nicht traurig sein?“
„War das nicht… meine Familie?“
Und gleichzeitig spürst du:
wie viel Raum plötzlich da ist.
Wie ruhig es werden kann.
Wie sehr du auf einmal bei dir bist.
Und dann…
kommt dieser Duft zurück.
Ganz plötzlich.
Ein Satz.
Eine Erinnerung.
Ein Gefühl.
Und für einen Moment
bist du wieder dort.
Nicht, weil du zurückwillst.
Sondern weil dein System noch kennt,
wie es war.
Und genau hier beginnt echte Heilung.
Nicht darin,
dass du dich zwingst zu trauern.
Und auch nicht darin,
dass du alles einfach hinter dir lässt.
Sondern darin,
dass du beides halten kannst:
Die Traurigkeit darüber,
was nie wirklich da war.
Und die Erleichterung darüber,
dass du heute frei bist.
Denn manchmal trauern wir nicht um das, was war.
Sondern um das,
was hätte sein sollen.
Und das ist eine andere Form von Schmerz.
Eine die dich leise, verwirrt.
Und auch eine,
die dich zurück zu dir führt.
Und irgendwann…
verändert sich auch dieser Duft.
Er verliert seine Schwere.
Seine Macht.
Und wird zu etwas,
das dich nicht mehr zurückzieht –
sondern dich daran erinnert,
wie weit du gegangen bist.
02/05/2026
Du reagierst nicht ohne Grund.
Du hast ihn nur noch nicht gesehen.
RIVELA
2 Tage. 10 Plätze.
Du lernst, dich wirklich zu verstehen.
Nicht im Kopf. Sondern in dir.
30.–31. Mai
333 €
Schreib mir RIVELA, wenn du spürst, dass es dich betrifft.
Du reagierst nicht ohne Grund.
Du hast ihn nur noch nicht gesehen.
RIVELA
2 Tage. 10 Plätze.
Du lernst, dich wirklich zu verstehen.
Nicht im Kopf. Sondern in dir.
30.–31. Mai
333 €
Schreib mir RIVELA, wenn du spürst, dass es dich betrifft.
17/04/2026
„Ich habe mich selbst besiegt.
Heute vor einem Jahr, um 12:02 Uhr, ist meine Mutter gestorben.
In einem Krankenhaus in Süditalien.
Nach 17 Tagen zwischen Hoffnung und Realität.
Und dann bleibst du.
Du bist plötzlich die Frau an der Spitze deiner eigenen Linie.
Ohne Vorbereitung. Ohne Anleitung.
Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, was da wirklich passiert ist.
Ich vermisse sie.
Auch wenn unser Verhältnis nicht leicht war.
Denn mit ihr ist etwas gegangen,
das ich erst im Nachhinein greifen konnte.
Sie hat Dinge getragen,
von denen ich nicht wusste, dass sie überhaupt existieren.
Und als sie weg war –
waren sie plötzlich da.
Ich habe verstanden:
Ich bin nicht machtlos.
Ich bin der Punkt, an dem sich entscheidet,
was mich bricht – und was mich formt.
Ich wollte lange dazugehören.
Ich wollte Liebe.
Einen Platz.
Ehrlichkeit.
Und dafür habe ich mich oft selbst verlassen.
Zu viele Kompromisse.
Zu viele falsche Deals.
Zu oft gegen mich.
Bis hierhin.
Denn mit dem Tod meiner Mutter ist noch etwas gegangen:
Die Vorstellung davon, wie es hätte sein können.
Und genau da hat etwas begonnen.
Ich gehe meinen Weg.
Nicht perfekt.
Aber bei mir.“
16/04/2026
„Ich habe lange geschwiegen, obwohl ich es gesehen habe.
Heute tue ich das nicht mehr.
Ich spreche aus, was ich wahrnehme.
Auch wenn es nicht passt.
Auch wenn es nicht jeder hören will.
Und ja –
das hat Konsequenzen.
Menschen gehen.
Spannung entsteht.
Dinge verändern sich.
Aber genau das ist der Punkt.
Ich bin nicht hier, um es für alle angenehm zu machen.
Ich bin hier, um klar zu sein.
Und Klarheit trennt.
Nicht, weil sie falsch ist –
sondern weil sie echt ist.
Die, die bleiben,
verstehen dich wirklich.
Nicht die Version, die du angepasst hast.
Sondern dich.
Diese Zeit verlangt keine schönen Worte.
Sie verlangt Wahrheit.
Nicht Form.
Funktion.
Nicht gefallen.
Wirken.
Wenn du es siehst –
sprich es aus.“
12/04/2026
„Du musst nichts mehr verstehen.
Du musst sehen.“
Es gibt Punkte im Leben,
da kommst du mit Denken nicht weiter.
Du hast schon so viel reflektiert.
So viel verstanden.
Und trotzdem bleibt etwas gleich.
In einer Aufstellung wird es sichtbar.
Ohne Druck.
Ohne Analyse.
Ohne dass du dich erklären musst.
Du erkennst –
und etwas in dir ordnet sich.
Ich halte am 26.04. einen Raum dafür.
Ruhig.
Klar.
Ohne Drama.
Wenn du merkst,
dass es nicht mehr ums Verstehen geht,
sondern ums Sehen –
dann ist das für dich.
📍 Viersen
🗓 26.04.2026
Begrenzte Plätze. Schreib mir.
05/04/2026
„Ich erkenne – und ich entscheide.“
Wenn mir das jemand vor ein paar Jahren gesagt hätte, hätte ich wahrscheinlich gelacht.
Ich war schnell. Emotional. Reagierend.
Ich war oft in Konflikten – schon als Kind.
„Hat ein starkes Unrechtsempfinden“ stand in meinem Zeugnis.
Und ja – das war nicht leicht.
Es hat sich durch alles gezogen.
Heute ist es still geworden.
Nicht im Außen zuerst – sondern in mir.
Ich gehe einkaufen, ohne Diskussionen.
Ich reagiere nicht mehr auf alles.
Ich bin nicht mehr erreichbar für jede Energie.
Und das ist neu.
Und ehrlich gesagt: Es fühlt sich verdammt gut an.
Was sich verändert hat?
Nicht mein Leben.
Ich.
Es ist kein Kampf.
Keine Härte.
Keine klassische Kontrolle.
Es ist ein Raum entstanden.
Zwischen Reiz und Reaktion.
Ich erkenne –
und dann entscheide ich.
Und genau da beginnt Souveränität.
Nicht im Außen.
Sondern in dir.
Im Außen funktional.
In mir ruhig.
Nicht mehr auf alles reagieren.
Nicht mehr alles aufnehmen.
Nicht mehr überall verfügbar sein.
Stattdessen:
Ruhe.
Klarheit.
Unverhandelbarkeit.
Du bleibst.
Nicht kämpfen.
Nicht fliehen.
Nicht zerdenken.
Bleiben. Bei mir.
Veränderung ist am Anfang ungewohnt.
In der Mitte oft chaotisch.
Und am Ende?
Still.
Klar.
Und zutiefst kraftvoll.
Frohe Ostern für alle, die es feiern.
Und für alle anderen: ruhige, klare Tage.
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