Sandra.Stillmentorin

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Sandra Roland | Stillberatung München
Für Schwangere, Mamas & Babys
Stillen, Babypflege & Babyhandling
Natürliche Pflege für die ganze Familie
München & online

Photos from Sandra.Stillmentorin's post 07/07/2026

Wenn unsere Familie ein Unternehmen wäre, hätten wir vermutlich ziemlich viele Abteilungen.

Geschäftsführung.
Projektmanagement.
Finanzen.
Einkauf.
Logistik.
Küche.
Facility Management.
Personalabteilung.
Teamkultur.
Und natürlich einen rund um die Uhr erreichbaren Notdienst.

Klingt erstmal sachlich.

Aber vielleicht ist genau das manchmal hilfreich.

Denn in einem Unternehmen wäre ziemlich klar, wer für welchen Bereich zuständig ist.
Es gäbe Absprachen. Zuständigkeiten. Übergaben. Einen Überblick darüber, was regelmäßig anfällt.

In vielen Familien läuft das anders.

Da werden Aufgaben oft einfach übernommen, weil sie gesehen werden.
Oder weil sie schon immer bei einer Person lagen.
Oder weil niemand wirklich ausgesprochen hat, wer eigentlich wofür verantwortlich ist.

Und genau dadurch entsteht oft diese unsichtbare Last.

Nicht nur durch das Tun selbst.
Sondern durch das Denken daran.

An Termine. Wechselkleidung. Geburtstage. Schulmaterial. Lebensmittel. Rechnungen. Arztbesuche. Geschenke. Vorräte. Pausen. Stimmung. Bedürfnisse. Und daran, dass bitte nichts vergessen wird.

Ich möchte in den nächsten Beiträgen mit euch auf Familie wie auf ein kleines Unternehmen schauen.

Nicht, weil Familie funktionieren muss wie ein Betrieb.

Sondern weil diese Sichtweise sichtbar machen kann, wie viel jeden Tag organisiert, getragen und mitgedacht wird.

Und weil sie helfen kann, zu Hause einmal anders ins Gespräch zu kommen.

Nicht mit Vorwurf.
Nicht mit Schuld.
Nicht mit „du machst nie“ oder „ich mache immer“.

Sondern mit ehrlichem Hinschauen:

Welche Bereiche gibt es bei uns eigentlich?
Wer übernimmt was?
Wer denkt an was?
Was ist klar verteilt?
Was läuft einfach nebenbei mit?
Und wo braucht es eine neue Absprache, damit es für unsere Familie wirklich passt?

Denn faire Aufteilung bedeutet nicht, dass jede Familie gleich organisiert sein muss.

Es bedeutet, dass sichtbar wird, was da ist.
Dass Verantwortung nicht zufällig verteilt bleibt.
Und dass alle wissen, was zu tun ist, ohne dass eine Person ständig erinnern, erklären und nachhalten muss.

Vielleicht ist das der erste Schritt:

Nicht noch besser funktionieren.
Sondern gemeinsam anschauen, wie euer Familienunte

24/06/2026

Schon bei unseren Kindern wissen wir: Gleich ist nicht automatisch gerecht.

Wenn ein Kind nach dem Abendessen noch Hunger hat und das andere längst satt ist, würden wir dem hungrigen Kind nicht sagen:

„Du bekommst nichts mehr. Dein Geschwisterkind hatte schließlich genauso viel.“

Und wir würden das satte Kind nicht zum Aufessen zwingen, nur weil beide die gleiche Portion bekommen haben.

Wir schauen darauf, was jede Person gerade braucht.

Warum sollte faire Aufteilung im Familienalltag also immer bedeuten, dass jede Aufgabe exakt 50:50 geteilt werden muss?

Ich glaube, genau hier dürfen wir genauer hinschauen.

Nicht jede Familie lebt gleich.
Arbeitszeiten, Lebensphasen und Kapazitäten sind unterschiedlich.

Bei uns würde es wenig Sinn ergeben, viele Aufgaben aus dem Alltag an meinen Mann abzugeben. Schule, Arzttermine, Kochen und das, was unter der Woche anfällt, liegt hauptsächlich bei mir, weil ich meist allein zu Hause bin.

Was er dagegen vollständig übernehmen kann, ist zum Beispiel die Planung von Urlauben oder gemeinsamen Aktivitäten. Das kann er unterwegs vorbereiten und später zu Hause umsetzen.

Das ist unser Fair.

Nicht jede Aufgabe ist halbiert. Aber wir schauen, was zu unserem Leben passt und wo Verantwortung sinnvoll übernommen werden kann.

Faire Aufteilung bedeutet für mich deshalb nicht automatisch 50:50.

Sie bedeutet:

Wir sprechen darüber, wer was trägt.
Wir sehen auch die unsichtbare Care-Arbeit.
Und wir suchen Lösungen, die sich für alle Beteiligten tragbar anfühlen.

Denn: „Ich mache doch alles, was du mir sagst“ ist noch keine geteilte Verantwortung.

Wer weiterhin erkennen, erinnern, erklären und delegieren muss, trägt auch weiterhin den Mental Load.

Was ist euer Fair?

Welche Aufteilung funktioniert in eurem Familienalltag wirklich gut – auch wenn sie nicht 50:50 ist?

Schreibt es mir in die Kommentare. Ich finde diese unterschiedlichen Lösungen und Sichtweisen unglaublich spannend.

Photos from Sandra.Stillmentorin's post 23/06/2026

Wer weiß bei euch eigentlich, wann die nächste U-Untersuchung ansteht?

Welche Schuhgröße das Kind trägt?
Wann die nächste Prüfung geschrieben wird?
Oder dass noch ein Geburtstagsgeschenk fehlt?

In vielen Familien liegt dieses Wissen fast vollständig bei einer Person – häufig bei der Mutter.

Nicht, weil es bewusst so entschieden wurde. Sondern weil sich diese Verantwortung im Familienalltag still eingeschlichen hat.

Doch das ist nicht selbstverständlich.

Es ist Organisation.
Verantwortung.
Fürsorge.
Unsichtbare Care-Arbeit.

Ich glaube, viele Frauen erkennen selbst kaum, wie viel sie den ganzen Tag mitdenken, planen, erinnern und auffangen.

Und am Abend sehen sie oft nur, was noch nicht erledigt ist.

Vielleicht bist du nicht zu wenig belastbar.

Vielleicht ist dein Kopf einfach den ganzen Tag im Einsatz.

Natürlich muss nicht jede Aufgabe genau gleich verteilt sein. Gerade wenn ein Elternteil beruflich viel unterwegs ist, kann es sinnvoll sein, dass bestimmte Bereiche bei einer Person liegen.

Entscheidend ist:

Wird gesehen, was diese Person trägt?
Wird darüber gesprochen?
Und gibt es echte Entlastung, ohne dass auch sie erst organisiert werden muss?

Mental Load kann erst geteilt werden, wenn wir ihn sichtbar machen.

Was hast du heute alles mitgedacht, organisiert oder aufgefangen, das vermutlich niemand gesehen hat?

22/06/2026

Dein Kind sagt: Ich habe Bauchweh.

Ein kleiner Satz am Abend.

Für das andere Elternteil bedeutet er vielleicht:

Unser Kind braucht Nähe.
Eine Bauchmassage.
Vielleicht Fiebermessen oder ein Gespräch darüber, ob morgen etwas ansteht, das Sorgen macht.

Für mich bedeutet er all das auch.

Und gleichzeitig öffnet sich in meinem Kopf der gesamte nächste Tag:

Wann und wie arbeite ich morgen?
Welche Termine haben die anderen Kinder?
Wer bringt sie hin oder holt sie ab?
Ist passendes Essen zu Hause, falls sich doch ein Infekt ankündigt?
Und was muss ich absagen oder neu organisieren, wenn mein Kind morgen zu Hause bleibt?

Noch bevor klar ist, ob es überhaupt krank wird, habe ich den nächsten Tag gedanklich bereits umgebaut.

Genau das ist Mental Load.

Nicht nur auf das zu reagieren, was gerade passiert. Sondern sofort all das mitzudenken, was daraus entstehen könnte.

Dabei geht es nicht darum, das andere Elternteil abzuwerten. Es geht um die zusätzlichen Ebenen, die oft unsichtbar bleiben.

Vielleicht ist das Bauchweh nach zehn Minuten verschwunden.

Die Gedanken, die dadurch angesprungen sind, waren trotzdem da.

Und wenn das mehrmals am Tag passiert, wird verständlich, warum eine Person am Abend erschöpft sein kann, obwohl niemand sieht, was sie alles getragen hat.

Mental Load besteht nicht nur aus Aufgaben.

Mental Load ist auch das ständige Vorausdenken.

Welche Gedanken, Aufgaben und möglichen Lösungen tauchen bei dir sofort auf, wenn im Alltag etwas anders läuft als geplant?
Schreib es mir gerne in die Kommentare!

Photos from Sandra.Stillmentorin's post 15/06/2026

Als meine erste Tochter geboren wurde, lebte ich gerade einmal ein Jahr in München.

Gut ein Jahr später kamen unsere Zwillinge zur Welt.

Drei kleine Kinder in zwei Jahren.

Mein Mann war beruflich viel unterwegs und ich oft allein mit den Kindern.

Ich organisierte, kümmerte mich, arbeitete und funktionierte.

Und irgendwann kamen die Gedanken:

Was passiert, wenn ich ausfalle?
Wer ist dann für meine Kinder da?

Mit der Verantwortung kam auch die Einsamkeit.

Gleichzeitig nahm ich selbstverständlich andere Kinder mit nach Hause.

Und oft waren meine Kinder viel entspannter, wenn ihre Freunde da waren.

Sie spielten, lachten und genossen ihr kleines Dorf.

Lange bevor ich verstand, was sie längst lebten:

Ein Dorf entsteht durch regelmäßige Begegnungen.

Also begann ich, mich immer wieder mit denselben drei Mamas zu treffen.

Unsere Kinder spielten.
Wir lernten uns kennen.

Aus Begegnungen wurde Vertrautheit.
Aus Vertrautheit wurde Vertrauen.

Und erst dann begann ich, selbst um Unterstützung zu bitten.

Ich fuhr mit meinen Kindern zu einer Freundin und blieb einfach den Nachmittag dort.

Nicht, damit sie mir alles abnahm.

Sondern damit wir Familie für ein paar Stunden gemeinsam trugen.

Heute ist mein Dorf nicht groß, aber verlässlich.

Dazu gehören Freundinnen, unsere liebste Monika, Mamas aus der Nähe, unsere Nachbarn und die Schule unserer Kinder.

Menschen kommen dazu.
Andere gehen wieder.

Ich liebe, dass ein Dorf lebendig sein darf.

Es wächst mit uns, verändert sich und trägt uns trotzdem.

Und es erinnert mich daran:

Ich muss Familie nicht allein tragen, um eine gute Mama zu sein.

Photos from Sandra.Stillmentorin's post 13/06/2026

Nicht alles, was uns im Mama-Alltag beschäftigt, braucht sofort eine Lösung.

Manches braucht zuerst Worte.

Einen Menschen, bei dem wir laut denken dürfen.
Ohne schon zu wissen, wo der Gedanke endet.
Ohne ihn erklären oder rechtfertigen zu müssen.

Denn oft tragen wir Dinge lange mit uns herum, weil wir glauben, zuerst eine Antwort finden zu müssen.

Dabei verändert sich manchmal schon etwas, wenn wir sagen dürfen:

So geht es mir gerade.
Das beschäftigt mich.
Und ich weiß noch nicht, was ich damit machen soll.

Für mich beginnt Verbindung genau dort.

Nicht beim schnellen Ratschlag.
Sondern beim Zuhören, Nachfragen und gemeinsamen Hinschauen.

Denn bevor etwas leichter werden kann, muss es oft erst einmal besprechbar werden.

Und manchmal ist genau das der Moment, in dem wir spüren:
Ich bin nicht allein damit.

Über welches Thema würdest du gerade gerne einmal laut nachdenken?

13/06/2026

Nicht alles, was uns im Mama-Alltag beschäftigt, braucht sofort eine Lösung.

Manches braucht zuerst Worte.

Einen Menschen, bei dem wir laut denken dürfen.
Ohne schon zu wissen, wo der Gedanke endet.
Ohne ihn erklären oder rechtfertigen zu müssen.

Denn oft tragen wir Dinge lange mit uns herum, weil wir glauben, zuerst eine Antwort finden zu müssen.

Dabei verändert sich manchmal schon etwas, wenn wir sagen dürfen:

So geht es mir gerade.
Das beschäftigt mich.
Und ich weiß noch nicht, was ich damit machen soll.

Für mich beginnt Verbindung genau dort.

Nicht beim schnellen Ratschlag.
Sondern beim Zuhören, Nachfragen und gemeinsamen Hinschauen.

Denn bevor etwas leichter werden kann, muss es oft erst einmal besprechbar werden.

Und manchmal ist genau das der Moment, in dem wir spüren:
Ich bin nicht allein damit.

Über welches Thema würdest du gerade gerne einmal laut nachdenken?

11/06/2026

Ich bin Sandra.

Stillberaterin, Kinderintensivkrankenschwester, Mama von vier Kindern und Ehefrau.

Seit mehr als 26 Jahren begleiten mich Themen rund um Babys, Stillzeit, Familie und Mama-Sein.

Wie bereitet man sich gut auf ein Leben mit Baby vor?

Was mache ich, wenn Stillen nicht einfach klappt?

Was brauche ich wirklich für ein Baby und was ist eigentlich nur ein Trend?

Wie verändert ein Baby die Partnerschaft?

Und wie schaffen wir es, unsere Kinder liebevoll zu begleiten, ohne uns selbst dabei zu verlieren?

Ich liebe diese Themen nach wie vor.

Nicht, weil ich auf alles die eine perfekte Antwort habe.

Sondern weil genau dort so viel echtes Leben liegt.

Unsicherheit.
Liebe.
Druck.
Chaos.
Erwartungen.
Und der Wunsch, nicht alleine damit zu sein.

Viele Antworten habe ich für mich gefunden.

Für meine Kinder.
Für meine Familie.
Für unsere Situation.

Das bedeutet nicht, dass diese Antworten für jede andere Familie passen müssen.

Jede Familie braucht ein neues Hinschauen.

Was passt wirklich zu euch?
Was hilft euch im echten Alltag?

Und genau dafür soll dieser Account ein Raum sein.

Nicht nur für Wissen.
Sondern für Austausch.

Für Fragen, die gestellt werden dürfen.
Für ehrliche Geschichten.
Für Toleranz und Akzeptanz.

Hier darf es um alles gehen, was Mama-Leben ausmacht.

Von Schwangerschaft, Stillvorbereitung, Stillzeit, Babypflege und Babyhandling.

Über Hautpflege, Familienalltag, Überforderung und Partnerschaft.

Bis hin zu dem Loslass-Schmerz, wenn das erste Kind plötzlich groß wird.

Denn Mama-Sein hört nicht nach dem Wochenbett auf.

Es verändert nur immer wieder seine Form.

Deshalb interessiert mich:

Was wünschst du dir hier?

Welche Themen beschäftigen dich gerade wirklich?

Und gibt es Themen, die dich hier gar nicht interessieren?

Schreib es mir gerne in die Kommentare oder per DM.

Ich freue mich, wenn hier ein Raum entsteht, der sich nach Austausch, Ehrlichkeit und Verbindung anfühlt.

Sandra

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