Lip-Ladys
Wir sind eine Selbsthilfegruppe rund ums Thema Lipödem und Lymphödem. Wir Treffen uns jeden 1. Donnerstag im Monat.
16/06/2026
👗♻️ Kleidertausch & Informationstag rund um Lipödem und Adipositas ♻️👚
Wir laden euch herzlich zu unserem Kleidertausch ein!
📅 Wann? 05.09.2026
📍 Wo? Helios Universitätsklinikum Wuppertal
Großer Konferenzraum (Torbogen)
Heusnerstraße 40, 42283 Wuppertal
Neben dem Kleidertausch erwartet euch ein Informationsstand rund um die Themen Lipödem, Adipositas und aktuelle Behandlungsmöglichkeiten. Kommt mit uns ins Gespräch, informiert euch und tauscht Erfahrungen aus.
💚 Anmeldung ist nicht erforderlich – kommt einfach vorbei!
Bringt gerne Kleidung mit, die ihr nicht mehr tragt, und stöbert nach neuen Lieblingsstücken. Bitte achtet darauf, dass die mitgebrachte Kleidung:
✔️ gewaschen ist
✔️ keine Löcher hat
✔️ fleckenfrei ist
Wir freuen uns auf einen schönen Tag mit euch, viele interessante Gespräche und nachhaltiges Tauschen!
12/06/2026
Liposuktion bei Lipödem: Ab Juli Kassenleistung für ALLE Stadien aber zu welchem Preis?
Heute wurden die Honorare für ambulante Liposuktionen festgelegt: Für die Oberschenkel sind 1.160 Euro, für die Unterschenkel 1.000 Euro vorgesehen.
Was auf den ersten Blick wie ein Fortschritt aussieht, könnte sich in der Praxis als großes Problem für Lipödem-Betroffene erweisen.
Die Liposuktion ist ein aufwendiger, spezialisierter Eingriff. Sie erfordert erfahrene Operateurinnen und Operateure, qualifiziertes Personal, moderne Ausstattung sowie eine sorgfältige Vor- und Nachsorge. Viele Ärztinnen und Ärzte,sowie Betroffene sehen die nun festgelegten Vergütungen als nicht kostendeckend an.
Die Folge: Es droht, dass immer weniger Praxen und Kliniken diese Operationen anbieten können oder wollen. Schon heute fehlen ausreichend OP-Plätze, und Betroffene warten oft monatelang oder sogar jahrelang auf ihre Behandlung.
Besonders widersprüchlich ist, dass die Liposuktion zwar als notwendige Behandlung anerkannt und künftig als Kassenleistung ermöglicht werden soll, die Vergütung jedoch eine wirtschaftliche und damit flächendeckende Umsetzung erheblich erschwert. Damit entsteht ein Widerspruch zur leitliniengerechten Versorgung von Lipödem-Patientinnen.
Eine Behandlung, die zwar auf dem Papier von den Krankenkassen übernommen wird, praktisch aber aufgrund unzureichender Vergütung kaum angeboten werden kann, löst das Problem nicht.
Eine Kassenleistung ohne auskömmliche Vergütung schafft keinen Zugang zur Versorgung, sondern lediglich den Anschein einer Lösung.
Wir brauchen:
✅ Eine dauerhafte Kassenleistung für die Liposuktion in allen Stadien des Lipödems
✅ Eine faire und kostendeckende Vergütung der Eingriffe
✅ Ausreichende OP-Kapazitäten und kurze Wartezeiten
✅ Eine echte, leitliniengerechte Versorgung der Betroffenen
Lipödem ist keine kosmetische Frage. Es ist eine chronische Erkrankung, die Schmerzen verursacht, die Lebensqualität einschränkt und eine angemessene medizinische Versorgung verdient.
18/05/2026
Anna war vierzehn, als sie begann, ihren Körper zu hassen.
Nicht aus Eitelkeit. Nicht, weil andere Mädchen dünner waren. Sondern weil ihre Beine plötzlich nicht mehr zu ihr gehörten. Während ihre Freundinnen Shorts trugen und lachend durchs Freibad rannten, stand Anna vor dem Spiegel und fragte sich, warum ihre Oberschenkel immer dicker wurden, obwohl sie kaum noch Süßigkeiten aß. Ihre Arme wurden schwerer, ihre Haut druckempfindlich. Schon kleine Berührungen taten weh.
„Du musst dich mehr bewegen“, sagte der Kinderarzt damals beiläufig, ohne sie richtig anzusehen. „Weniger Chips, weniger Cola.“
Anna nickte stumm, obwohl sie weder Chips mochte noch Cola trank.
Von diesem Tag an begann ein Krieg gegen sich selbst.
Mit sechzehn machte sie heimlich Diäten. Kohlsuppendiät. FDH. Später hungerte sie tagelang. Wenn der Schmerz in den Beinen schlimmer wurde, dachte sie, sie sei einfach zu schwach. Zu undiszipliniert. Zu fett.
Ihre Mutter nahm sie irgendwann mit zu einer Ernährungsberatung. Dort bekam Anna Tabellen mit Kalorienzahlen und den Satz: „Wenn man wirklich will, schafft man das.“
Anna wollte. Gott, wie sehr sie wollte.
Sie wollte normale Beine. Normale Knie. Normale Arme. Sie wollte in Jeans passen wie ihre Freundinnen. Sie wollte, dass niemand mehr auf ihre Beine starrte.
Mit achtzehn wog sie zehn Kilo weniger. Ihr Gesicht wurde schmaler, ihre Taille ebenfalls. Doch ihre Beine blieben. Dick. Schwer. Schmerzhaft.
„Dann essen Sie heimlich“, sagte ein Arzt später und schob seine Brille zurecht. „Irgendwo müssen die Kalorien ja herkommen.“
Anna lachte damals sogar kurz. Dieses kleine, gebrochene Lachen von Menschen, die nicht wissen, ob sie weinen oder schreien sollen.
Zu Hause übergab sie sich zum ersten Mal nach dem Essen.
Es blieb nicht das letzte Mal.
Die Jahre vergingen. Anna funktionierte. Ausbildung. Arbeit. Beziehungen, die zerbrachen, weil sie niemanden an sich heranließ. Sie vermied Spiegel und Fotos. Im Sommer trug sie lange Kleidung. Selbst bei dreißig Grad.
Die Schmerzen wurden schlimmer.
Es fühlte sich an, als würde ständig jemand Gewichte an ihre Beine hängen. Jeder Schritt brannte. Blaue Flecken tauchten auf, ohne dass sie wusste warum. Nach der Arbeit lag sie oft weinend auf dem Sofa, unfähig zu erklären, warum ihr schon eine Umarmung weh tat.
Aber niemand sah Schmerz. Die Leute sahen nur eine dicke Frau.
Im Wartezimmer eines Orthopäden hörte sie einmal zwei Frauen tuscheln: „Wenn sie einfach abnehmen würde, hätte sie die Probleme nicht.“
Anna tat so, als hätte sie es nicht gehört.
Mit siebenundzwanzig bekam sie Depressionen. Die Therapeutin fragte irgendwann vorsichtig: „Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Körper gegen Sie arbeitet?“
Da brach Anna zum ersten Mal vollständig zusammen.
Sie erzählte von den Schmerzen. Von der Scham. Von den Ärzten. Von den Diäten. Von den Nächten, in denen sie hungrig einschlief und trotzdem zunahm. Von den Blicken fremder Menschen. Von Männern, die sie „zu viel“ nannten. Von der Angst, niemals verstanden zu werden.
Die Therapeutin hörte einfach nur zu.
Es war mehr Mitgefühl, als Anna in vielen Arztpraxen erlebt hatte.
Die Diagnose bekam sie kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag.
Lipödem.
Drei Silben. Ein Wort, das gleichzeitig Erleichterung und Wut brachte.
Die Ärztin – eine ältere Frau mit müden Augen – sah ihre Beine an und sagte leise: „Sie hätten schon vor vielen Jahren diagnostiziert werden müssen.“
Anna starrte sie an. „Was meinen Sie?“
„Das hier ist nicht Ihre Schuld.“
Dieser Satz traf sie härter als jede Beleidigung zuvor.
Nicht ihre Schuld.
Anna weinte so lange, dass die Ärztin ihr irgendwann schweigend Taschentücher reichte.
Auf dem Heimweg saß sie im Auto und dachte an das vierzehnjährige Mädchen vor dem Spiegel. An all die Mahlzeiten, die sie ausgelassen hatte. An die Selbstverletzung durch Hunger. An die Ärzte, die sie nicht ernst genommen hatten. An die Menschen, die glaubten, dicke Frauen seien automatisch faul. An all die Jahre voller Selbsthass.
Und plötzlich wurde ihr klar: Sie hatte nie gegen ihren Körper kämpfen müssen. Sie hätte Hilfe gebraucht.
Die Therapie begann langsam. Kompressionskleidung. Lymphdrainage. Bewegung ohne Selbstbestrafung. Vor allem aber musste Anna lernen, ihren Körper nicht länger als Feind zu betrachten.
Das war schwerer als jede Behandlung.
Manche Tage waren dunkel. Es gab Rückfälle. Tage, an denen sie sich im Spiegel ansah und wieder nur Makel erkannte. Tage, an denen die Schmerzen sie kaum schlafen ließen.
Aber es gab auch neue Momente.
Momente, in denen sie anderen Frauen begegnete, die dieselben Geschichten erzählten. Frauen, die jahrzehntelang für undiszipliniert gehalten wurden. Frauen, die hungerten und trotzdem krank blieben. Frauen, denen niemand glaubte.
Zum ersten Mal fühlte Anna sich nicht allein.
Mit zweiundvierzig stand sie eines Tages vor einer Gruppe junger Frauen in einer Selbsthilfegruppe. Einige waren kaum zwanzig. Manche weinten leise, während sie ihre Geschichte erzählten.
Anna sah in ihre Gesichter und erkannte sich selbst.
„Ich kann euch die Krankheit nicht wegnehmen“, sagte sie ruhig. „Und ich werde euch nicht anlügen. Es ist schwer. Sehr schwer manchmal.“
Sie machte eine Pause.
„Aber ihr seid nicht faul. Nicht undiszipliniert. Nicht falsch. Und vor allem seid ihr nicht allein.“
Eine junge Frau begann zu weinen.
Anna lächelte traurig. Früher hätte sie sich für Tränen geschämt.
Heute wusste sie: Manche Tränen entstehen, wenn man zum ersten Mal ernst genommen wird.
Als Anna später nach Hause ging, spürte sie noch immer Schmerzen in den Beinen. Das Lipödem war nicht verschwunden. Die Narben der Vergangenheit auch nicht.
Doch zum ersten Mal seit vielen Jahren empfand sie Frieden mit sich selbst.
Nicht jeden Tag. Nicht vollkommen.
Aber genug, um weiterzugehen.
Und manchmal ist genau das Hoffnung.
10/03/2026
Wie fühlt sich Lipödem an?
Viele Betroffene beschreiben das Lipödem nicht nur als körperliche Veränderung, sondern vor allem als ständige Belastung und Schmerz.
Die Beine fühlen sich oft sehr schwer an, als würden Gewichte daran hängen. Manche Betroffene sagen, es fühlt sich an, als wären die Beine mit Bleisäcken oder schweren Taschen belastet.
Schon leichte Berührungen oder Druck können schmerzhaft sein. Selbst normales Sitzen, Stehen oder Kleidung kann manchmal unangenehm sein.
Im Laufe des Tages werden die Beschwerden häufig stärker. Die Beine fühlen sich dann:
angespannt
geschwollen
empfindlich
müde und schwer
Viele Betroffene beschreiben auch stechende oder brennende Schmerzen, die plötzlich auftreten können. Außerdem entstehen blaue Flecken oft schon bei kleinen Stößen, ohne dass man sich stark verletzt hat.
Neben den körperlichen Beschwerden kann das Lipödem auch psychisch belastend sein. Manche Betroffene fühlen sich unverstanden, weil die Erkrankung von außen oft nicht richtig erkannt wird.
Deshalb ist es wichtig, dass das Lipödem ernst genommen und richtig behandelt wird.
Aber was ist das Lipödem eigentlich?
Das Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, die fast nur bei Frauen vorkommt. Dabei vermehrt sich das Fettgewebe krankhaft, meist an Beinen und manchmal auch an den Armen. Hände und Füße sind in der Regel nicht betroffen.
Typische Beschwerden sind:
schwere Beine
Druck- und Berührungsschmerzen
Spannungsgefühl im Gewebe
schnelle Bildung von blauen Flecken
Schwellungen im Laufe des Tages
Viele Betroffene beschreiben ihre Beine als schwer, empfindlich und schmerzhaft
Wichtig ist:
Ein Lipödem entsteht nicht durch falsche Ernährung oder zu wenig Bewegung. Es lässt sich auch nicht durch Sport oder Diäten heilen. Allerdings kann zusätzlich Übergewicht (Adipositas) vorhanden sein, was die Beschwerden verstärken kann.
Wie wird ein Lipödem diagnostiziert?
Die Diagnose wird hauptsächlich durch eine ärztliche Untersuchung gestellt. Ärztinnen und Ärzte(Phlebologe,Angiologie,Gefäßchirurg) achten dabei auf typische Merkmale, zum Beispiel:
symmetrisch vergrößerte Beine oder Arme
Schmerzen bei Druck auf das Gewebe
Neigung zu Hämatomen
ausgesparte Hände und Füße
Zusätzlich wird die Krankengeschichte (Anamnese) besprochen. Manchmal werden auch Ultraschalluntersuchungen gemacht, um andere Erkrankungen auszuschließen. Oft wird das Lipödem erst spät erkannt und mit einer Adipositas verwechselt.
Konservative Behandlung
Die konservative Therapie kann das Lipödem nicht heilen, aber die Beschwerden lindern.
Dazu gehören zum Beispiel:
Kompressionstherapie (Kompressionsstrümpfe oder -hosen)
Manuelle Lymphdrainage zur Förderung des Lymphflusses
Bewegung und Sport, besonders gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen oder Radfahren
Diese Maßnahmen helfen vor allem, Schwellungen und Schmerzen zu reduzieren.
Operative Behandlung:
Eine Liposuktion (Fettabsaugung) ist aktuell die einzige Methode, die das krankhaft veränderte Fettgewebe entfernen kann.
Dabei wird das Fett mit speziellen Kanülen abgesaugt. Ziel ist es:
Schmerzen zu verringern
die Beweglichkeit zu verbessern
das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen.
Oft sind mehrere Operationen notwendig, um ein gutes Ergebnis zu erreichen.
Selbstmanagement im Alltag:
Betroffene können selbst einiges tun, um ihre Beschwerden besser zu bewältige(achtung Individuell):
regelmäßige Bewegung (z. B. Schwimmen, Radfahren, Spaziergänge)
angepasste Ernährung, um zusätzliches Übergewicht zu vermeiden
gute Hautpflege, da die Haut oft empfindlich ist
Austausch mit anderen Betroffenen, z. B. in Selbsthilfegruppen
Besuch von Lipödem-Informationsveranstaltungen, um mehr über die Erkrankung zu lernen
Der Austausch und gute Informationen können helfen, besser mit der Erkrankung umzugehen.
Symbolbild KI generiert.
13/01/2026
Ich bin wütend.
Nicht ein bisschen genervt, nicht enttäuscht – wütend.
Wütend darüber, wie unfassbar viele Menschen wegsehen, schweigen oder schlicht zu bequem sind, eine Petition zu unterschreiben, die nichts anderes fordert als Anerkennung, Würde und Hilfe für Menschen mit Lipödem. Eine Erkrankung, die täglich Schmerzen verursacht, Körper zerstört, Psychen bricht und Leben einschränkt – und trotzdem noch immer nicht als eigenständige Behinderung anerkannt wird.
Was ist eigentlich los mit euch?
Es geht hier nicht um ein Like. Nicht um Aufmerksamkeit. Nicht um irgendeinen Trend.
Es geht um echte Menschen, um chronisch Kranke, um Betroffene, die kämpfen müssen – gegen Schmerzen, gegen Vorurteile und gegen ein System, das sie im Stich lässt.
Und dann seid ihr zu faul, zu gleichgültig oder zu egoistisch, euren Namen unter eine Petition zu setzen?
Das Absurde daran: Genau diese Menschen wären die Ersten, die laut schreien würden, wenn sie selbst keine Hilfe bekämen. Wenn ihre Krankheit nicht ernst genommen würde. Wenn sie durch jedes Raster fallen würden. Dann wäre das Geschrei groß, dann wären „die da oben“ schuld, dann wäre plötzlich Solidarität wichtig.
Aber solange es andere trifft, wird weiter gescrollt.
Weggeschaut.
Ignoriert.
Diese Haltung ist beschämend.
Solidarität heißt nicht, erst dann laut zu werden, wenn man selbst betroffen ist. Solidarität heißt, den Mund aufzumachen, bevor es einen selbst trifft. Und ja – eine Petition zu unterschreiben ist das absolute Minimum. Wer nicht einmal dazu bereit ist, sollte sich wirklich fragen, wie viel Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein da überhaupt vorhanden ist.
Lipödem ist real.
Das Leid ist real.
Und euer Desinteresse auch.
Ich hoffe,dass die Menschen die nicht Unterschreiben künftig keine Hilfe mehr erhalten. Wozu? Ihnen geht es ja anscheinend noch zu gut.
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2025/_10/_22/Petition_188775.$$$.a.u.html?fbclid=IwVERDUAPSfl1leHRuA2FlbQIxMABzcnRjBmFwcF9pZAwzNTA2ODU1MzE3MjgAAR5pci8VLa6nE1EehDTOMtFSXpKzdS18fLnRAm2tbgNmDs_X9ljdHE2Hr_yi4g_aem_OEI3KdvodfclPl4zS-ow5g
08/12/2025
Mit leckerem Essen haben wir uns für dieses Jahr das letzte mal getroffen. Bei guter Unterhaltung, viel lachen und allgemein guter Stimmung ging die zeit viel zu schnell um.
Wir wünschen allen eine besinnliche und ruhige Weihnachtszeit mit dem liebsten.
Heike und Ramona. 🌲🎅⛄️🕯
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